koelnerbox goes oscar
JACK IN THE BOX auf dem “Tag der Architektur 2008″
Am 21.-22.06.2008 fand in Nordrhein-Westfalen zum 13. Mal der “Tag der Architektur” statt.
Unter dem Motto “Architektur bewegt” hatten 483 Architekt/innen und Stadtplaner/innen mit ihren Auftraggeber/innen landesweit zur Besichtigung neuer Architektur und erneuerter Altbauten eingeladen und boten dem interessierten Publikum die Möglichkeit, mit den Architekt/innen vor Ort ins Gespräch zu kommen.
Im Rahmen des “Tag der Architektur” präsentierte JACK IN THE BOX auf dem Werksgelände auf dem ehemaligen Güterbahnhof Köln-Ehrenfeld die “koelnerbox”, ein zu einem prototypischen Kommunikations- und Präsentationsraum ausgebauter 12 Meter langer High-Cube-Seecontainer.
Zudem gaben wir den interessierten Besucher/innen Einblicke in unsere laufende Projektarbeit und präsentierten diverse Architektur-, Design- und Kunstprojekte in einer Ausstellung. Vorgestellt wurde der Realisierung-Wettbewerb “mobile working spaces – Temporäre Bauten als Raumangebote für Gründer”, der als offizielles Projekt der europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010 auf dem Gelände des Weltkulturerbes Zeche Zollverein in Essen realisiert werden wird. Außerdem waren in unserer Montagehalle vier Seecontainer zu besichtigen, die im Rahmen des Projekts “workstation” in Kooperation mit der FH Köln zu studentischen Arbeitsräumen ausgebaut wurden, sowie Entwürfe, die in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen entstanden waren. Bild-Präsentationen stellten den Verein vor, zeigten den Ausbau der verschiedenen Container sowie Visionen zur Entwicklung der Brache des ehemaligen Güterbahnhofs Köln-Ehrenfeld.
Für das leibliche Wohl der Besucher/innen war selbstverständlich gesorgt. Besonders freuten wir uns, dem Publikum Getränke der Brauerei “Sünner” ausschenken und Weinspezialitäten des Weinguts “befort” angeboten haben zu können.
Wir bedanken uns bei den Besuchern für ihr zahlreiches Erscheinen.
Die Präsentation der Kölnerbox auf den PASSAGEN 2008
Videokunst und Live-Musik im Rahmen der PASSAGEN 2008
Mit der Vorführung eines Kunstfilms und der Aufführung eines Live-Konzerts mit anschließender Party bildete Freitagabend der 18. Januar ein wenig den Schwerpunkt im Rahmenprogramm unserer diesjährigen Teilnahme an den PASSAGEN.
Den Abend eröffnete die Uraufführung des 30-minütigen Art Videos “Perfect Day” von Thomas Schneider. Mit “Perfect Day”, einem überarbeitetem Video aus einer, gefundenen, indonesischen Urlaubskamera brachte Thomas Schneider dem Publikum seine Form des Kunstschaffens nahe. Der künstlerische Jäger, Sammler und Beutemacher Thomas Schneider versteht das Sammeln als eine Art des Kunstschaffens. Das was er erbeutet wird zur Kunst durch Habhaftwerdung der Beute und ihrer Transferierung an einen Kunstort. Mit dieser Kontextverschiebung bringt Thomas Schneider Bewusstseinsprozesse in Gang und erzeugt eine erhöhte Aufmerksamkeit – eine andere Wahrnehmung.
Im Mittelpunkt des Abends stand dann Harald “Sack” Ziegler. Bereits 1982 rechnete Harald “Sack” Ziegler in seinem Underground-Hit “Bungalow” mit dem Einfamilienhaus ab. 1990 wurde sein “Stilmöbeltrio” für Waldhorn, Fagott und Violoncello in Köln uraufgeführt und vor kurzem las man in der Musikpresse über das aktuelle Wolke–Album: “Harald “Sack” Ziegler stellt ein paar Hörner aufs Möbelstück.” Am Abend spielte er abermals im Rahmen der PASSAGEN eine möbelhafte Rolle und stieß mit seiner bemerkenswerten Musik-Performance auf ein zahlreich erschienenes, begeistertes Publikum.
Die anschließende Party im Gravitationsraum wurde von DJ Tobias Birke musikalisch begleitet und stellte den Abschluß eines durch und durch gelungenen Abends dar.
Die Kartoffel-Kissen-Kollektion im Rahmen der PASSAGEN 2008
Jack in the Box hat im Frühjahr 2007 sein neues Domizil auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Ehrenfeld gefunden und dort die früheren Lagerhallen von “Kartoffel-Esser” bezogen.
Bereits bei ersten Begehungen stieß man in den weitläufigen und teilweise nur schwer zugänglichen Kellerräumen der Gebäude auf umfangreiche Hinterlassenschaften der früheren Nutzer. Unmengen von Ballen aufgerollter Kartoffeltütenrohlinge wurden in einem verborgenen, betriebseigenen Luftschutzbunker gefunden.
Im Rahmen der PASSAGEN 2008 kann ein Teil unserer Sammlung dieser noch originalverpackten Rollen zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Daneben präsentiert Jack in the Box die erste Serie von Prototypen der neuen Ruhekissen-Serie “ESSER”: Kartoffeltüten, gefüllt mit soften Schaumstoff-Modellen unserer 40″ Highcube-Überseecontainer im Maßstab 1:100, eingefärbt in geschälte-kartoffel-gelb.
Die Erstauflage der folgenden drei, von Hand gefertigten Kissen wurde auf jeweils zehn Exemplare limitiert:
- “ESSER GRÜN”: Speisefrühkartoffeln
- “ESSER BLAU”: Speisekartoffeln (vorwiegend festkochend)
- “ESSER ROT” : Speisekartoffeln (Salatware)
Dank für fruchtbare Inspiration durch die Bahnhofsbrache und den “Genius Loci”.
ONO Design im Rahmen der PASSAGEN 2008
Im Rahmen der PASSAGEN 2008 präsentierte JACK IN THE BOX in einem der Container in unserer Montagehalle auf dem ehemaligen Güterbahnhof Köln-Ehrenfeld ONO Design-Sitzmöbel, entwickelt von Gunda Becker und Ela Mergels.
„ONO fungiert irgendwo zwischen Sitzmöbel, Unikat, Ablagemöglichkeit, Recycle- und Kunstobjekt und ist zugleich ausklappbar zur Gästematratze. Durch die Recyclenutzung von Mega-Print Werbeplanen entstehen multifunktionale, unverwechselbare, robuste Popskulturen.“
Die Möbel waren täglich zwischen 11-20 Uhr zu besichtigen.
Die Farb- und Klang-Strecken im Rahmen der PASSAGEN 2008
Night and Day
Der Abtransport des High-Cube-Seecontainers vom Friesenplatz
Die Podiumsdiskussion “Brachen und Urbanismus” im Rahmen der plan 07
Am 26.09.2007 veranstaltete JACK IN THE BOX zur plan 07, auf der wir einen prototypischen Kommunikations- und Präsentationscontainer ausstellten, und als Bestandteil unseres Rahmenprogramms eine Podiumsdiskussion in unserer Werkhalle auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Köln-Ehrenfeld in der Vogelsangerstraße 231.
Der Titel des Themas der Podiumsdiskussion lautete “Brachen und Urbanismus. Die Entstehung von und der Umgang mit innerstädtischen Brachen am Beispiel des Güterbahnhofs Köln-Ehrenfeld”. In einem Kreis von Experten wurden Fragen nach der Entstehungsgeschichte und den Nutzungsmöglichkeiten von städtischen Brachflächen, auch am Beispiel des Geländes des ehemaligen Güterbahnhofs Köln-Ehrenfeld, erörtert.
In einem Pressetext hatten wir das Thema wie folgt konturiert: “Der anhaltende Strukturwandel der Städte und Ballungsräume - sei es der forcierte Strukturwandel seit den 60er Jahren auf industrieller Ebene oder der Wandel seit Anfang der 90er Jahre auf Seiten der staatlichen Infrastruktur - hat in den letzten Jahrzehnten zunehmend Brachflächen unterschiedlicher Art und mit verschiedenen Nutzungspotentialen enstehen lassen. Im Umgang mit diesen Arealen hat sich ein ganzes Spektrum von Methoden und Modellen herausgebildet. Dessen Bandbreite reicht von der vorherrschenden Vorgehensweise der Beauftragung von Planern, die gemäß eines von den Auftraggebern gewünschten Endzustands ein Bebauungskonzept entwickeln, bis hin zu alternativen Entwicklungsmodellen, die anderen Akteuren Raum für neue und experimentelle Aktivitäten mit zunächst unklarem Ausgang geben. Welchen Methoden und Modellen im Umgang mit Brachen der Vorzug zu geben ist, sei einmal dahingestellt; in jedem Fall erweist es sich bei der Beantwortung dieser Frage als hilfreich, nicht nur die Ideen des zeitgenössischen Städtebaus, sondern auch die in den Städten ohne Planung stattfindenden Prozesse zu betrachten. Was Brachen sind, wie und wo sie enstehen, welche Nutzungsmöglichkeiten sie bieten und wie bei ihrer Neunutzung methodisch vorgegangen werden könnte, soll in der Diskussion unter Berücksichtigung unterschiedlicher Sichtweisen erörtert werden. Dabei soll insbesondere auch die Frage nach der Entstehungsgeschichte und den Perspektiven für eine zukünftige Nutzung der Brachfläche des ehemaligen Güterbahnhofs Köln-Ehrenfeld thematisiert werden.”
Als Teilnehmer des Experten-Hearings hatten wir Michael Buchholz (Aurelis Real Estate GmbH & Co. KG), Heinz Müller (GAG Immobilien AG ), Rainer Kippe (Stadtteilgenossenschaft Mülheim am Rhein WiWat e.G.), Stefan Schmitz (Architektur Forum Rheinland e.V., Bund Deutscher Architekten Köln, Gestaltungsbeirat der Stadt Köln) und Ralf Witthaus (Leiter der EuroLandArt 2006) eingeladen. Die Leitung des Gesprächs hatten die Moderator/innen Pamela Moucha und Hans-Elmer Schmitz. Im Anschluß an das Gespräch fand ein Umtrunk in der Upcycling-Abteilung der Werkhalle statt. Ein informativer und unterhaltsamer, insgesamt gelungener Abend.





































































































































