Am 26.09.2007 veranstaltete JACK IN THE BOX zur plan 07, auf der wir einen prototypischen Kommunikations- und Präsentationscontainer ausstellten, und als Bestandteil unseres Rahmenprogramms eine Podiumsdiskussion in unserer Werkhalle auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Köln-Ehrenfeld in der Vogelsangerstraße 231.
Der Titel des Themas der Podiumsdiskussion lautete “Brachen und Urbanismus. Die Entstehung von und der Umgang mit innerstädtischen Brachen am Beispiel des Güterbahnhofs Köln-Ehrenfeld”. In einem Kreis von Experten wurden Fragen nach der Entstehungsgeschichte und den Nutzungsmöglichkeiten von städtischen Brachflächen, auch am Beispiel des Geländes des ehemaligen Güterbahnhofs Köln-Ehrenfeld, erörtert.
In einem Pressetext hatten wir das Thema wie folgt konturiert: “Der anhaltende Strukturwandel der Städte und Ballungsräume - sei es der forcierte Strukturwandel seit den 60er Jahren auf industrieller Ebene oder der Wandel seit Anfang der 90er Jahre auf Seiten der staatlichen Infrastruktur - hat in den letzten Jahrzehnten zunehmend Brachflächen unterschiedlicher Art und mit verschiedenen Nutzungspotentialen enstehen lassen. Im Umgang mit diesen Arealen hat sich ein ganzes Spektrum von Methoden und Modellen herausgebildet. Dessen Bandbreite reicht von der vorherrschenden Vorgehensweise der Beauftragung von Planern, die gemäß eines von den Auftraggebern gewünschten Endzustands ein Bebauungskonzept entwickeln, bis hin zu alternativen Entwicklungsmodellen, die anderen Akteuren Raum für neue und experimentelle Aktivitäten mit zunächst unklarem Ausgang geben. Welchen Methoden und Modellen im Umgang mit Brachen der Vorzug zu geben ist, sei einmal dahingestellt; in jedem Fall erweist es sich bei der Beantwortung dieser Frage als hilfreich, nicht nur die Ideen des zeitgenössischen Städtebaus, sondern auch die in den Städten ohne Planung stattfindenden Prozesse zu betrachten. Was Brachen sind, wie und wo sie enstehen, welche Nutzungsmöglichkeiten sie bieten und wie bei ihrer Neunutzung methodisch vorgegangen werden könnte, soll in der Diskussion unter Berücksichtigung unterschiedlicher Sichtweisen erörtert werden. Dabei soll insbesondere auch die Frage nach der Entstehungsgeschichte und den Perspektiven für eine zukünftige Nutzung der Brachfläche des ehemaligen Güterbahnhofs Köln-Ehrenfeld thematisiert werden.”
Als Teilnehmer des Experten-Hearings hatten wir Michael Buchholz (Aurelis Real Estate GmbH & Co. KG), Heinz Müller (GAG Immobilien AG ), Rainer Kippe (Stadtteilgenossenschaft Mülheim am Rhein WiWat e.G.), Stefan Schmitz (Architektur Forum Rheinland e.V., Bund Deutscher Architekten Köln, Gestaltungsbeirat der Stadt Köln) und Ralf Witthaus (Leiter der EuroLandArt 2006) eingeladen. Die Leitung des Gesprächs hatten die Moderator/innen Pamela Moucha und Hans-Elmer Schmitz. Im Anschluß an das Gespräch fand ein Umtrunk in der Upcycling-Abteilung der Werkhalle statt. Ein informativer und unterhaltsamer, insgesamt gelungener Abend.







