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Die Vernissage der Eröffnungsausstellung des neuen Kunstraums “Eckstein”

28. Dezember 2009

Das Büro für Kulturarbeit ECKSTEIN eröffnete am Samstag, den 12. Dezember 2009 um 18.30 Uhr den neuen Kunstraum „Eckstein“ mit der Ausstellung WINTERS WOHNUNG mit Werken der Künstler Andreas Bausch und Petra Steuber in der Montagehalle des Vereins JACK IN THE BOX auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Köln-Ehrenfeld in der Vogelsanger Straße 231 in Köln-Ehrenfeld.
Die Eröffnung wurde mit der Vernissage der Ausstellung WINTERS WOHNUNG von Andreas Bausch und Petra Steuber gefeiert und von dem Liedvortrag „Die Winterreise“ von Franz Schubert, vorgetragen von dem Sänger Pablo Bottinelli und der Pianistin Dasha Vogeleer, begleitet.
Für die Ausstellung erhielten die Räume des „Eckstein“ formal und inhaltlich unterschiedliche Arbeiten. Die Ausstellungsarchitektur erinnerte an ein Labyrinth; es entstanden immer neue Durchblicke in ineinander verschachtelten Räumen. Jeder Raum hatte sein eigenes Thema. Fernglasbilder bildeten das Entrée im Außenraum. Dunst und Unschärfe, eine gedeckte Palette waren Merkmale dieser Bilder. Die Malerei von Andreas Bausch kreist immer wieder um elementare Themen: Die Horizontlinie in einem auch abstrakt lesbaren Bild wirkt wie ein letzter Halt in der Wirklichkeit. Andere Bilder reflektieren die klassische Landschaftsmalerei durch Fotoübermalung. Durch die Mehrfachschichtung der Bildebenen entsteht ein Zweifel an unserer Wirklichkeitskonstruktion. Die Verwechslung mit realer Landschaft ist nicht beabsichtigt, passiert aber oft automatisch. In weiteren Räumen sah der Besucher übermalte Buchcover: Die Buchrücken gaben den Titel der Arbeit. Ein vermeintlicher Bezug entstand. Die Bilder, wie die Titel wurden gebrochen: Das Bild könnte nur Vorwand sein. So ließ „Leben in der Urzeit“ an die Kindheit denken, an Dinosaurier. Man sah jedoch nur eine unbestimmte, organische Form auf einer pastosen Fläche. Oft wirken diese Bildfindungen ironisch, auch absurd. Zur Malerei von Andreas Bausch gesellten sich anekdotische Texte von Petra Steuber, die wie Miniaturerzählungen funktionieren.
Sie öffnen Assoziationsräume, oft simpel und merkwürdig verstörend. Auch standen Phantome die an Porträts erinnerten auf kreisförmige Tafeln gebannt, gemalten Texten gegenüber.
Auch eine Silhouette ist nur Vorwand. Das Restbild ist wichtiger als die Figur und bezieht so den Betrachter direkt ein.
Organisiert wurde die Ausstellung von dem Büro für Kulturarbeit ECKSTEIN, hinter der der Kulturmanager und Projektleiter Sven Nowak steht, der unter neuem Namen und mit einer eigenen Unternehmensform die in den letzten drei Jahren geleistete Kulturarbeit des Vereins JACK IN THE BOX erfolgreich fortsetzte.
Mit der Ausstellung stellte sich ECKSTEIN vor und weihte den Kulturort „Eckstein“ ein.
Kuratiert wurde die Ausstellung von Jens Mentrup.
Die Ausstellung war vom 12. bis zum 19. Dezember 2009 von 16 bis 20 Uhr zu sehen.
Wir bedanken uns bei dem zahlreich erschienen Publikum für ihren Besuch.